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Wohnungseigentümer kann Sanierung erzwingen

Urteil des BGH vom 17.10.2014 -V ZR 9/14

Ist die Instandsetzung des gemeinschaftlichen Eigentums zwingend erforderlich und duldet sie keinen Aufschub, so kann nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 17.10.2014 (V ZR 9/14) auch ein einzelner Wohnungseigentümer die Sanierung und die Bildung einer Sonderumlage zu deren Finanzierung durchsetzen. Miteigentümer, die eine entsprechende Beschlussfassung verzögern, können sich unter Umständen sogar schadensersatzpflichtig machen. Im entschiedenen Fall ging es um eine Kellerwohnung, die wegen Feuchtigkeitsschäden im Bereich des Gemeinschaftseigentums unbewohnbar geworden war. Die Eigentümer der beiden anderen Wohnungen des 3-Familienhauses hatten einen entsprechenden Sanierungsbeschluss wegen finanzieller Schwierigkeiten bzw. aus Altersgründen zu verhindern versucht.

Mitgeteilt von Rechtsanwalt Dr. Klaus Pfizenmayer, Heilbronn

Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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